BESPRECHUNGEN



ENHÄRJARNA „Aterkomsten“ LP

Obwohl das Album „Aterkomsten“ einen Tick ruhiger und noch melodischer als „The Resurrection“ daherkommt, was wohl daran liegt, dass bei zwei Songs Janne Thörnblom von ULTIMA THULE mitmischt (“Bla-gul kärlek” und “Tyr”), hauen die schwedischen Vikingpunker von ENHÄRJARNA auch auf ihrem zweiten Album einen so geilen Sound aus den Boxen, dass du nicht ruhig sitzen bleiben kannst, irgendwann beginnst du ganz automatisch mit den Füssen zu wippen. Yeaah! Das sind dann die Momente, wo ich mich frage, warum es solche fantastischen Bands nicht auch bei uns in Deutschland gibt. Aber bis auf wenige Ausnahmen ist man hierzulande wohl mehr damit beschäftigt, sich gegenseitig ab- und auszugrenzen, statt geile Musik zu machen. So geile Musik wie in dem Song “Kust till kust”! Herrlich, wenn hier statt des erwarteten Refrains plötzlich eine Fiedel losfiedelt. Oder die musikalische Referenz an Irland in Form eines flott gezupften Banjos und einer Flöte in dem Song “Enhärjarna goes to Ireland”. Fazit: ENHÄRJARNA aus Schweden sind für so manch eine musikalische Überraschung gut, und keine Sekunde langweilig! (Force of Hate)

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COMBAT 84 „Orders of the Day“ LP
Wenn ich richtig informiert bin, handelt es sich bei dieser grünen Scheibe von COMBAT 84 um eine auf hundert Exemplare limitierte Neuauflage der „Orders of the Day“-LP von 2006. Klar, dass das Cover dieses Albums bei mir Erinnerungen an ihre gleichnamige Debüt-EP von 1982 weckt. Und nicht nur Erinnerungen, denn auf diesem Album finden wir nicht nur die vier Originalsongs dieser legendären EP, die unter uns alten Glatzen fast schon Kultstatus hat, sondern auch die Songs der „Rapist“-EP. Über die Musik von COMBAT 84 brauch ich hier wohl nichts zu erzählen, sie spielen halt den ungeschliffen, aber mitreissenden britischen Skinhead-Sound der frühen Achtziger Jahre, der auf Konzerten zu so manch einer gebrochenen Nase im tobenden Publikum geführt hatte. Also rauh und derb! Wie auch ihre Texte, in denen es um Patriotismus, gegen die Kommunisten, und ihrem Way of life als Skinhead geht, und die es daher an Klarheit und Kompromisslosigkeit nicht fehlen lassen. Fazit: Eine Kultband aus den Achtzigern, die auch die heutige Skinhead-Szene noch immer begeistert. (Force of Hate)

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Battle Scarred – Gevalia CD

Wer braucht eigentlich diese ganze reunionierten Rentnerbands aus Engelland wenn der Rest der Welt frische und musikalisch fitte Bands am Fließband produziert...?

Battle Scarred aus Schweden klingen britisch bis ins Mark und rein musikalisch könnte der Opener aus den frühen Tagen von Cock Sparrer stammen. Das Album ist von vorne bis hinten gespickt mit gurchgängig genialen Titeln wie man sie von früher kennt. Dazwischen tummelt sich die eine oder andere politischen Unkorrektheit und Covers von den Toy Dolls und Rabauken (letzteres in deutsch gesungen). Alles prima, kein Grund zur Klage, sollte man sein eigen nennen.....

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SOCIAL COMBAT – FIEL POR VIDA LP

Diese Platte ist zweifellos gut genug, um der guten alten Zeit keine Träne nachheulen zu müssen. Sehr melodisch gehaltenes Werk mit tollen Gitarrenläufen und der nötigen Härte. Einzigstes Manko: Nur 8 Titel.

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WASTED LIFE / RATMONKEY Split CD

Aber hallo: Wasted Life sind der bestmögliche Bastard aus Stiff Little Fingers und Condemned 84. 6 Hits, die ich gerne irgendwann auf Vinyl haben würde. Da passt einfach alles....und wer “1977 – Anarchy Anarchy” singt und sich dabei anhört wie Condemned 84 zu “the nutter” Zeiten hat auch den nötigen britischen Humor.

Ratmonkey fallen dazu leicht ab, klingen aber dennoch sehr stabil mit einem Hauch der alten Partisans. Ich bin begeistert.

Lothar

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Pöbel & Gesocks – Becks Pistols CD

Irgendein Spaßvogel hat vor kurzem den Sänger dieser Band in Verbindung mit dieser CD als „the new Charlie Harper“ bezeichnet. Wenn man damit meint., daß beide ihre besten Jahre nicht erst seit gestern hinter sich haben, dann ist der Vergleich sicher treffend.

Für mich persönlich ist dieser Mensch ja eher etwas wie der Roberto Blanco des Punkrock – sicher nicht der Weiseste, aber für jeden Blödsinn zu haben. Wer ein Spaßverhalten an den Tag legt, welches im besten Falle als „grenzwertig“ zu bezeichnen ist, indem er sich nackend mit römischen Gruß ablichten lässt und kurz drauf Anstecker der Roten Armee Fraktion verkauft, fertigt dann auch vollkommen zu recht ein Band T-Shirt mit dem Spruch „Ich mache alles mit“ an. Womit dann auch die „Ideologie“ dieser Band mit ganzen 4 Worten auf den Punkt gebracht wäre.

Viel mehr ist dann tatsächlich nicht mehr übrig. Die Zeiten, in denen man fitte Leute an Gitarre und Bass hatte (die heute noch als „Lokalmatadore“ zu begeistern wissen) sind seit fast 2 Jahrzehnten vorbei und als „Nachfolger“ kamen Szeneclowns mit sehr überschaubaren musikalischen Fähigkeiten, die dann zwischenzeitlich mal in die Nervenklinik eingewiesen wurden oder sich mit der Bandkasse in Richtung „neue Bundesländer“ auf und davon machten. Innerhalb weniger Monate hatte man weder was im Schaufenster noch im Laden und auf den ehemals sehr unterhaltsamen Konzerten der Band (ich erinnere mich gerne an Mainz) kam man sich binnen kürzester Zeit vor wie auf einem Klassentreffen der Aktion Sorgenkind.

Musikalisch war gar keine Luft mehr vorhanden, die „raus“ sein könnte – die Band triftete ins szenedeutsche Einerlei mit wenig Melodie, noch weniger Ideen und viel übertriebenen Gröhl“gesang“ ab. Das war dann doch eher „Kahlkopf“ als „Cock Sparrer“.

Hier geht’s exakt dort weiter, wo man (glücklicherweise) mit „Lieder zwischen Leben und Tod“ aufgehört hatte. Alles 1000 mal gehört – alles noch öfter da gewesen und vielleicht recht interessant, wenn man irgendwann in den 90ern angefangen hat sich für Punkmusik zu begeistern. Ob dieses Album nur deswegen eingespielt wurde um nach einem herangezüchteten Herzinfarkt aller Welt zu zeigen, daß man mehr oder weniger noch unter den Lebenden weilt, bleibt das Geheimnis der Beteiligten. Danke für die Promo, aber das wäre wirklich nicht nötig gewesen.

 


THE GASLIGHT ANTHEM – American Slang LP/CD

So hört sich das an, wenn man in New Jersey geboren und mit Bruce Springsteen und den Newtown Neurotics gleichermaßen „groß“ geworden ist. Wobei zum „Sink or swin“ Album deren Einfluß merklich zurückgegangen, aber immer noch vorhanden ist. Melodisch, melancholisch, einfach großartig, stellenweise kommt sogar etwas Motown-Sound durch. Die Nr.1 unter all diesen genialen Titeln ist zweifellos „Orphans“. Reinhören, kaufen, gut finden.....

 


DIE LOKALMATADORE – Söhne Mühlheims CD

Zwischen „Männer Rock'n'Roll“ und diesem Album dürften gut und gerne 10 Jahre liegen. Die 4 Schalker hatten es nie eilig, hatten sich aber auch niemals aufgelöst, um sich dann mit großen Trara zu „reunionieren“, wie das heute leider mehr oder weniger alltäglich geworden ist. Wie üblich ist hier die (textliche) Grenze zwischen Asi und ewig währender Pubertät sehr nah beieinander. Musikalisch stimmt alles nach wie vor, das Album kommt zwar nie und nimmer an "Arme Armee" oder gar "Heute ein König" ran, zählt aber zu den besseren deutschen Produktionen. Sollte man.....


AGAINST ME! - WHITE CROSSES CD

Auf diese Band wurde ich seinerzeit durch das legendäre Interview mit dem Musikjournalisten und Englischprofessor Wolfgang „Loddar“ Barfüßler aufmerksam. Bislang brachten AM soliden und melodischen Punkrock , dieses Album ist um Welten glatter, melodischer und radiotauglicher (,manche würden das böse Wort „kommerziell“ verwenden) als die älteren Scheiben. Hört sich fast an, als wäre Bruce Springsteen bei Rancid eingestiegen. NUR noch klasse!


BLACK TARTAN CLAN – THE LOYAL MEN DoCD
Dropkick Murphys zu glatt? Real McKenzies zu krachig? Dubliners ZU traditionell? Tosser ZU sehr Pogues? Wer Punkrock und Folk mag und sonst überall was zu mäkeln hat, den seien die Belgier vom Black Tartan Clan an's Herz gelegt. Das erste Album war eine gelungene Überraschung, hier zeigen sie, daß sie keine Eintagsfliege sind und auch in Zukunft mit ihnen zu rechnen ist.
Neben dem ausfallsfreien kompletten zweiten Album, einer wirklich Klasse Mischung aus Punk, Folk und ein paar ruhigeren Stücken gibt es eine zweite CD mit weiteren 10 Coverstücken.
Ich gestehe, daß ich normalerweise weiterdrücke oder abschalte, wenn Begriffe wie “Country Roads”, “If the kids are united” oder “Wild rover” auf der Titelliste erscheinen (fehlt quasi nur noch “Smoke on the water” und “Sorry”), die 5 Goldjungs haben es aber sogar drauf, aus den abgelutschtesten musikalischen Phrasen von anno dunnemals eine immerhin noch erträgliche Version rauszuholen. Das von DKM gecoverte “Warriors Code” kommt sehr traditionell und prima daher. Hier ist wirklich jeder Pfennig gut angelegt.
Lothar

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The Warriors – Unite The Scene LP/CD
Die Band um Saxby (Last Resort) hat niemals wirklich aufgehört zu existieren und uns über all die Jahre immer wieder mit dem alten Stoff versorgt. Ich ahbe es nie verstehen können, warum uns unter dem Namen “The Last Resort” über Jahre musikalische Belanglosigkeiten wie die beiden Alben “1989” und “The Resurrection” zugemutet wurden, während man unter den Namen “The Warriors” den guten alten Sound haben konnte.
Prima Scheibe ohne Ausfälle, wer an “Skinhean Anthems”, “a fistful of 4 Skins” und “you'll never take us” Gefallen findet, sollte hier zugreifen.
Lothar

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LOOSE SKREWS - Sworn to fun 7"
Auch wenn wir erst April schreiben, leg ich mich mal fest, dass die Single
eine der Top Scheiben des Jahres sein wird.
Aber erst mal zur Band, 5 ältere, schwer tattoowierte, vom Alkohol gezeichnete,
Skins & Rocker, die in ihrer Jugend viel American Oi gehört haben. Vom Klang her irgendwo
zwischen Anti Heros, YDL, Bruisers und Stars & Stripes mit höherem Tempo und zeitgemäßer Produktion.
Anti Heros ist sogar insofern naheliegend, dass die Kerle aus dem Moloch Atlanta kommen und auch in Zukunft von Mark Magee
musikalisch unterstützt werden. Die 4 Songs sind melodisch, frei von jedem Metal, mit kurzen knackigen Solos, einer Bier und Whiskygetränkten Stimme
und schnellem Schlagzeug!
Wer die Single haben will, sollte sich ranhalten, denn die Scheibe ist auf 500 Stück in Farben limitiert und wird nicht nachgepresst. Näheres dazu auf der Vinylfroinde Seite.
Ohne wenn und aber 12/10!!!
- Bernd -
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COCKNEY REJECTS – UNFORGIVEN CD/LP

Wenn wir mal ehrlich sind, hätten sich die Cocknes Rejects direkt 1980 auflösen und der Welt ihre hervorragenden beiden ersten Alben und den guten Namen hinterlassen sollen. Mit dem unsäglichen “Power & the Glory” Album war eigentlich schon 1981 die Luft raus und in der Folgezeit versuchte man unter alten Namen in neue Gefielde vorzudringen. Die Hard-Rock Alben “The wild ones” (1982) und “Lethal” (1990) waren zwar nicht mal schlecht, hatten mit den Hits aus den frühen 80ern nicht mehr als den Bandnamen gemein. Im Zuge der allgemeinen Reunionswelle veröffentliche man dann im Jahre 2003 ein an Banalität nicht zu toppendes Album namens “Out of the Gutter”, um ein paar Jahre später mit “Unforgiven” den Deckel drauf zu machen. Bis auf “Useless Generation” ein komplett unerträgliches schlechtes Punkalbum, welches nicht mal ansatzweise an die alten Zeiten erinnert.
Lothar

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4 SKINS – THE RETURN LP/CD

Ein Mix aus schlecht eingespielten alten Hits und komplett überflüssigen Neukompositionen. Sogar die besseren Titel wie “Take no more” kommen über den Begriff “Durschnitt” nicht hinaus. Das hättet ihr mal lieber sein lassen...
Lothar

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V.A. - OI! DON'T PAY THE BILLS VOL. 2 CD

22 Titel US-Krawallmusik auf Neck Records, jenem Label, das ich ohne mit der Wimper zu zucken als gefühlten Headache-Nachfolger durchgehen liesse.

Den Anfang machen die Loose Skrews aus Atlanta, jene Band, in der mittlerweile Mark Magee (Condemned 84, Anti-Heros, Jack The Lad, The Glory usw) eingestiegen ist. Da kann man nichts verkehrt machen..

Die Broken Heroes hatte ich wesentlich weniger HC-lastig in Erinnerung, gehen aber immer noch als bemerkenswert gute Oi!-Band durch, allerdings nur dann wenn man eben hin und wieder auch HC hört. Die Barons aus Delaware sind Gott. Die komplette Band besteht aus bekennend-deutschstämmigen Mitgliedern und ihre Titel klingen zuverlässig, roh, pünktlich und unverwüstlich. Hat man nicht anders erwartet.

The Hated ebenfalls tiptop, wenn man wie ich auch auf 77er-Punk und geile Bassläufe steht (Eater lassen grüßen), Road to Ruin klingen einen Hauch nach Incited, sind vom “Chaos Days” Sampler bekannt und bezeichnen sich selbst als “Delaware Hooligans”, die spätestens durch den Titel “Buck to Brewhalla” die bundesdeutsche Internet-Stasi auf sich aufmerksam machen wird. Die sind auf jeden Fall verdächtig und erfordern weitere Recherchen....

Zu den Boozers würde ich jetzt das selbe schreiben wie zu den Barons und erspare es mir einfach...

Shitfit kann man knicken, durchschnittlicher Hardcore, tausendmal gehört, passt hier irgendwie nicht drauf.

Die “Drunken Dru Band” versucht sich an irischen Folkpunk, kommt aber über den Durchschnitt nicht hinaus. Wer die Porters geil findet, mach auch diese beiden Titel, aber ich setzte als Pogues- und Tossers Fan die Messlatte etwas höher an.

Die (postive) Überraschung dieses Silberlings sind allerdings The Keefs, die hochmelodischen und leicht folkigen Gute-Laune-Streetpunk in bester Hudson Falcons-Manier machen, mit der ihr auch euere Eltern begeistern könnt, soweit die Bruce Springsteen mögen.

Fazit: Alles beim alten. Die Ostküste sprudelt nur vor guten Bands und bleibt mein persönlicher musikalischer Nabel der Welt. Um “mehr” wird man nicht lange bitten müssen.....

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CL1 / First Offense - This is rustbelt street punk CD
Ich frag mich immer, woher nehmen die sch**** Amis die vielen geilen Bands? So geht es mir auch bei diesem Splitt-Album mit CL1 und FIRST OFFENSIVE. Hölle! Knallharter mit ner gehörigen Portion Hardcore angefixter, aber trotzdem melodischer Streetpunk, der vom ersten bis zum letzten Track keinen Durchhänger kennt. Im Gegenteil, die Songs der beiden Bands bewegen sich auf einem Level, das man nur als rasant bezeichnen kann. Obwohl mir CL1 einen Tick besser gefällt als FIRST OFFENSE. Da hat fast jeder Song das Zeug zu einem Ohrwurm. Besonders “Drinking Class Heros” oder “Stand Strong”. Fazit: Brutal geil!
Force Of Hate KLICK
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BOOZE & GLORY – ALWAYS ON THE WRONG SIDE

Traditionell gehaltene Skinheadmusik aus England, haut in die selbe Kerbe wie Section 5, Superyob. Mir persönlich etwas zu hausbacken, sollte man sich dennoch zulegen, wenn man eben auf der klassische Spät-80erJahre Briten-Schiene fährt. Der Hit der Scheibe ist zweifellos “London”, der Rest des Albums besteht aus guter, machmal schon das eine oder andere Mal ähnlich gehörter Skinheadmusik mit den Schwerpunkten Feierabend, Wochenende, Alkohol und Fußball.
Lothar

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F-BOMBERS – PLEDGE ALLEGIANCE CD
Bemerkenswertes Album der 3köpfigen Band aus New Jersey. Klingt weniger wie der traditionelle rohe Ostküstensound, sondern streckenweise nach etwas Social Distortion und einer Prise 77er UK-Punk. Das Ganze kommt sehr abwechslungsreich rüber. Langsamere Titel wie “Whiskey and cheap wine”, das folkige “perfect storm” und der Hit “sick of it all” gehören eigentlich in 3 verschiedene Kathegorien, passen aber auf dieses Album wie die Faust auf's Auge. Die restlichen 9 Titel sind durch die Bank kleinere und größere Hits, die für peflegte Unterhaltung auf höchstem Niveau garantieren. Bemerkenswert ist ebenfalls die Stimme der Sängerin, die auch nach dem 5ten Anhören in keinster Weise nervt....was im Bereich “Punkrock mit Frauenbesetzung” nicht unbedingt alltäglich ist. Und: Man hat es doch tatsächlich geschafft, der “Working Class” einen Titel zu schreiben, der weder peinlich noch verlogen ist, sondern ganz einfach prima rüberkommt...wie der Rest des Albums. Eines der Werke, welches ihr Euch auch in einigen Jahren wieder aus dem Schrank holen und auflegen werdet. Wetten?
Lothar
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Kraftheim – Midgards Zorn CD
Nach dem beeindruckenden Debut der nordischen Recken kommt dieses Album doch eher saft- und kraftlos daher. An fehlender Spielpraxis sollte es nicht liegen, teilte sich die Band doch in der jüngeren Vergangenheit noch die Bühne mit ehemalige Dirlewanger- und English Rose Mitgliedern. Den für diesen Musikstil zwingenden Sound bekommt man dann doch eher in schwedischen Studios hin, in denen ein Ultima Thule Mitglied am Mischpult sitzt und man zwischen den Aufnahmen mit ehemaligen Midgards Söner Musikern ein Bierchen trinken und Erfahrungen austauschen kann.Textlich werden alle möglichen Themen aus der nordischen Mythologie verarbeitet, und das nicht mal schlecht. Verwunderlich ist das nicht: Wer nach einem mißglückten Versuch auf eigenen Beinen zu stehen im Alter von über 30 Jahren wieder bei den Eltern einzieht, weil das wirkliche Leben weitaus härter ist als ein Wikingerfilm, vertextet in der vertrauten Umgebung des guten alten Kinderzimmers schon mal des Hammers Heimholung. Und mit genügend Phantasie sieht man sich selbst schmausend an Odins Tafel sitzen, während Mutti in der Küche steht und die leckeren Deutschländer Würstchen zubereitet.
Fazit: Die schwedischen Originale haben wesentlich mehr zu bieten. Lothar


On File – Breaking Rules
Die schottischen Skins zählen zu der Kategorie Bands, die in all den Jahren weder schlechte Alben noch absolute Hits veröffentlicht haben. Mid-Tempo-Oi! Wie man ihn von der Insel gewohnt ist, mit einem relativ ungewöhnlichen Sänger (der weder schlecht noch nervig ist) und jedem gefallen wird, der mit Bands in der Breite von Vanilla Muffins über Oppressed bis zu Condemned 84 kein Problem hat. Textlich spielt sich das Leben der Schotten zwischen Werkshallen, Fußballstadien und Kneipen ab, das Album hat dennoch einige (für Oi!-Bands) wohltuende klare Aussagen in Richtung Multikulti und Kinderschänder. Der Spruch „Alle Skinheads sind verklemmt von Göttingen bis Sunderland“ zählt zumindest bei On File nicht. Kaufen!
Lothar

 


Offensive Weapon – S.T.
Exzellente Scheibe der Ami-Skins. Vermischt aktuellen East-Coast-Oi!, alte YDL und traditionellen (metalfreien) Hardcore zu einer Hitscheibe allererster Güte. Als kleines Schmankerl gibt es noch den Hit „Es por tu Nacion“ von Klan (wir sprechen kein spanisch, wir haben wie immer keine Ahnung), der im Original von den Böhsen Onkelz stammt. Auf der Rückseite das gute, alte RAC-Logo, in der Grußliste mehrere Bands mit gemischtrassiger Besetzung – ich sach mal „neither red nor racist“ und gebe volle Punktzahl.
Lothar


Greenland Whalefishers / The Tans Split EP
2 recht unterschiedliche Bands teilen sich diese auf 1000 Stück limitierte 7'. Greenland Whalefishers kommen aus Norwegen und machen einen angepunkten Folk wie ihn die alten Pogues und aktuell die Tossers aus den Staaten gespielt haben/aktuell spielen. The Tans aus England hören sich in etwa so an, als wenn Jonesy (TMF) mit den alten Exploited-Line up eine Scheibe einspielen würde. Wer beide Musikstile mag macht hier nichts verkehrt.
The Tans Myspace
Greenland Whalefishers Myspace

 


BRUISEHEADS - Wasting Away CD
7 Titel, die haben es allerdings in sich. UK 82 trifft auf East Coast 92 (bis heute). Klingt ähnlich wie das aktuelle No Alliance Album, allerdings etwas sauberer. Wir haben einen Titel zum anhören auf unsere MP3 Seite geladen.
Bruiseheads Myspace


SAMPLER - A INTERNATIONAL UNDERGROUND TRIBUTE TO THE MAN IN BLACK / JOHNNY CASH
Keine Neuheit, aber jetzt nach längerer Zeit endlich wieder verfügbar. 29 Bands aus Europa und den USA geben sich die Ehre, darunter einige absolute Highlights, viele nette Coversongs und auch einiges an Schrott. Die deutschen Beiträge sind bis auf Riot Company durch die Bank wirklich unter aller Sau. Die dargebotenen Titel von EK 77, Springtoifel und Vortex suchen in Sachen "Belanglosigkeit" ihresgleichen und der Titel von "Confuse The Cat" dürfte wohl auch den hartgesottensten Taliban zur auskunftsfreudigen Plaudertasche machen, wenn er ihn mehr als 2 x bis zum Ende ertragen muß. Unglaublich.
Allerdings: Bei der Menge an Titeln und Bands wie Strongarm & The Bullies, Reno Divorce, Discharger, Pug Uglies, Banner of Thugs, Social Combat, Hateful (was sind die doch geil....) usw. ist für massig prima Musik und gute Laune gesorgt. Die Anschaffung lohnt auf jeden Fall, man sollte sich nur nicht zu weit von der "forward" Taste entfernen....


DISTURBED MOTHER FUCKER - Life is so serious CD
Und mal wieder was neues von Jonesy und seiner Bande: Dieses Mal kein Coveralbum, sondern der von TMF gewohnte Hauruck-Sound, allerdings mit einem gehörigen (aber erträglichen) Schuß HC und Metal. Gefällt gut, als kleine Hits würde ich "Hail Homer Simpson" (he's not PC, he's working class) und das ironisch gemeinte "Animal Testing" hervorheben.
Mehr unter M.F.S. Myspace


The Oppressed - Football Violence EP

Als Ramones- und Motörhead-Fan hab' ich ja prinzipiell ein Herz für Bands, die über ein Vierteljahrhundert immer noch den selben Stil spielen. Bei vorliegender 7' hat man allerdings nicht das Gefühl, daß sie noch genauso roh rüberkommen wollen wir in den frühen 80ern, sondern daß sie's schlicht und einfach immer noch nicht besser können. Der Titelsong ist nichts weiter als lahme, schlecht gespielte Schrammelmusik und lediglich für Leute interessant, die entweder alles im 7' Format sammeln oder sich dann und wann mal Rumpelkapellen vom Schlage Smegma auf den Teller legen. Ob die Titel nach mehrmaligen anhören vielleicht doch von Mal zu Mal besser werden oder vielleicht die B-Seite was taugt, werde ich nie erfahren.


SKINFULL - DRINKING CLASS HEROES CD

80er Briten-Skinhead-Sound, wie man ihn seit Jahr und Tag kennt und mag. Mittelschnell, irgendwo zwischen frühen Oppressed und ganz alten Condemned 84, dem üblichen Briten-Slang und Texten, die sonst eher in den Staaten von Punkbands wie Brassknuckle Boys verbraten werden (Love it or leave it). Gute, bodenständige Scheibe, wer sich selbst ein Bild machen will, kann dies auf ihrer Myspace Seite Tun. KLICK!


Control - Hooligan Rock'n'Roll CD (Step 1)
Hammerband aus England. 5 Herren mittlerwen Alters machen an exakt der Stelle weiter, wo One Way System Anfang der 80er mit "All systems go" aufgehört haben. Geschwindigkeit und der Sound eines Großteils der Lieder erinnern mich stark an diesen alten Klassiker. Auf Nachfrage zählen Dir die Jungs ein halbes Dutzend namhafter Bands von der Insel auf, in denen man musizierte bevor man Control gründete - verbunden mit dem Hinweis es nicht publik zu machen, weil man bemüht ist, mit der neuen Band zu überzeugen. In Zeiten der Re-Unionen und alter Namen, die heute größer gemacht werden als sie es seinerzeit in der echten Welt waren eine mehr als löbliche Einstellung. Ein geniales Album. Full on the Twelve. - Lothar -


Razors in The Night - Carry On!

Neue Band aus Boston - und wie immer wird man nicht enttäuscht.
Hier diesmal die bestmögliche Mischung aus Punkrock, Oi und Hardcore, geniale Melodien,
starke Chöre und ein böses Organ, das am ehesten mit Blood for Blood meets Bonecrusher
verglichen werden kann. 8 Songs auf der MCD, womit man auch schon beim einzig negativen
Aspekt der Scheibe angekommen wäre, leider nur 8 Songs. Wer gern Blood for Blood, Slapshot,
oder Stars & Stripes hört, wird hier seine Freude dran finden. Carry On! ist für mich sowieso
einer der Songs 2009. Ich hoffe man wird noch viel von der Band hören! - Bernd -

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Ultima Thule – Korp Kvädet CD
Damit hätte ich in dieser Form nie und nimmer gerechnet. Ultima Thule haben zwar in ihrer mittlerweile 27jährigen Bandgeschichte kein wirklich schlechtes Album abgeliefert, zwischendurch kam allerdings die eine oder andere Scheibe, die sich unter der Rubrik “gefällt mir prima” ein halbes Dutzend Mal auf dem Plattenteller drehten, dann im Plattenschrank verschwanden und dort nicht weiter beachtet wurden, weil der Titan “for Fäderneslandet” nur wenige Zentimeter daneben steht und einfach nicht mehr getoppt werden konnte.
Bis eben: 17 Jahre nach dem Meisterwerk erscheint Meisterwerk Teil 2. Jede Menge (für Thule Verhältnisse) Tempo, Energie und v.a. Spielfreude, wie ich sie von den alten Herren so nicht mehr erwartet hätte. Die 12 Titel kann man nach Belieben zwischen den Begriffen “saustark”, “Hit” und “Klassiker” hin und her schieben, Kein einziger Ausfall, kein Augenblick Langeweile.
Nach dem ganzen Durchschnitts-Anpassser-Doitsch-Oi!, schlechten Möchtegern-Onkelz-Kopien und weiterentwickelten Hass-Core-Vegetarier-Mucke kommt dieses Album gerade rechtzeitig, um nicht komplett den Glauben an die Menschheit zu verlieren.


BLA BRIGADER – GLÖMSKANS SISTA TIMMAR CD

Bla Brigader ist eine der schwedischen Bands, die sich ganz klar an Ultima Thule orientiert ohne als schlechte Kopie rüberzukommen. Dieses Album dürfte etwas weniger Beachtung findet als es eigentlich verdient hat, weil es zeitgleich mit Thules “Korp Kvädet” veröffentlicht wurde und 2 – 3 mal angehört werden muß, bis es ankommt. Dann allerdings bleiben keine Wünsche mehr offen – das Album beinhaltet durchweg gute bis sehr gute Songs mit echten Hitcharakter, und wäre ein Titel wie “Ny Nord” nicht “nur” von Bla Brigader sondern von Thule, würde er als Klassiker gelten. Tolle Scheibe – ohne Wenn und Aber.

Kill, Baby Kill - Law
KILL BABY, KILL – LAW & ORDER CD
KBK gilt in den “zivilgesellschaftlich relevaten Kreisen” der Skinhead-Szene (das sind die “echten”, die gegen Alltagshomophobie vorgehen, aber selbst nicht als schwul bezeichnet werden wollen) als der Inbegriff des Bösen schlechthin. Ganz so schlimm ist es dann doch nicht: KBK vertextet und vertont im Jahre 2009 nicht mehr und nicht weniger, als in meiner Jugend jede andere Band mit ähnlichen Haarschnitt und den selben musikalischen Interessen. Vor 20 Jahren wäre diese Produktion wohl in der Masse gleichgearteter Tonträger nur als “ziemlich gut” zur Kenntnis genommen worden, heutzutage ist man ja schon über jede Skinheadband froh, die Wörter wie “Commie” oder “Hippie” noch als Schimpfwort benutzen darf, ohne von Vertrieb oder Booking-Agentur zum Rapport bestellt zu werden.
Gute Scheibe – mir persönlich fehlt allerdings der entgültige Hit auf diesem Album

Lower Class Brats
Lower Class Brats - Thoughts About You 7" Combat Rock
Die mittlerweile 12te 7" Single der Texaner und wie immer keine Enttäuschung.
Auf der A-Seite das Titelstück mit einem genialen Basslauf, angenehmes Mid-Tempo,
schöner Mitgröhl Refrain und einem Gitarren-Solo von Marty, der ja zusammen mit Sänger Bones,
der einzig Verbliebene der Originalbesetzung ist. Auf der B-Seite geht's mit America's Standard ein
bisschen schneller zur Sache. Schöne ohoho Chöre, hohes Tempo, was will man mehr?
Absolute Kaufempfehlung für jeden, der was auf sich hält.
Für alle verrückten Plattensammler: Die Scheibe ist auf 500 Stück limitiert und dürfte bald weg sein. (Bernd)


Bloodshedrise - Always The Fear CD Own Production 2009

Gleich mal vorweg, Hardcore war nie meine Musik, wird's auch nie werden, deswegen mag man mir verzeihen, wenn ich mich mit der Materie nicht so auskenne. Aber jetzt mal zur CD. Wenn man sagt, dass Bands ab einem gewissen Alter das Tempo drosseln, dann dürften die 4 Herren aus Berlin maximal 20 sein, aber weit gefehlt, die 4 sind gut und gerne doppelt so alt.
11 Tracks mit Intro, die fast alle Up-Tempo sind und richtig fette Chöre zu bieten hat. Vom Gesang her erinnert mich die ganze Sache noch am ehesten an Battery, von denen auch noch "The Factory" gecovert wird. Ansonsten verkneif ich mir mal irgendwelche in die Luftgegriffenen Vergleiche. Wer auf kernige Musik steht, wird hier seine Freude dran finden, oldschool, newschool, sonderschool, alles gemixt. Meine Anspieltipps sind, "100% Correct", "The Factory", "Love Sucks" und "That makes me bad again". 1 Kritikpunkt zum Schluss, darf ja nicht fehlen, was habt ihr euch bei "Hometown" gedacht? Das geht gar nicht.... (Bernd)

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T.H.U.G.
T.H.U.G. - DEMOLITION CREW CD
Bei australischen Bands kann man ja seit den 70ern eigentlich nichts verkehrt machen, angefangen bei AC/DC über Rose Tattoo, Fortress und zuletzt Corps und Blood Red Eagle scheint man in Down Under sowas wie eine Lizenz zum Hitschreiben entdeckt zu haben. THUG reiht sich nahtlos ein, nicht zu schnell, nicht zu langsam, nicht zu hart, nicht zu melodisch, dazu ein Sänger, der eine enorm geniale Stimme hat. Bitte mehr davon.
www.myspace.com/thugjustice

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CLASH DOGS / ANGER FLARES – SENSE OF UNITY
CLASH DOGS / ANGER FLARES – SENSE OF UNITY MCD
2 japanische Bands, die jeweils leider nur 2 Titel zu dieser grandiosen CD beisteuern. Clash Dogs klingen wie eine melodischere (und bessere) Ausführung der alten Exploited, Anger Flares aus Kobe überraschen mit 2 melodisch / brachialen Hits auf der Vorstufe zum Klassiker. Die Jungs machen genau den Sound, der die älteren unter uns Rundaugen vor gut und gerne 20 Jahren auf die ersten Kapellen aus Fernost aufmerksam gemacht hat. Volltreffer! Japan-Direktimport.

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Brassknuckle Boys
Brassknuckle Boys - Appalachian Industry LP/CD
Wenn es eine Band gibt, die den Titel "conservative punk" verdient hat, dann sind es diese 4 Männer aus den Staaten. "Love it or leave it" ist hier keine Phrase, sondern Programm. Man merkt den Jungs an, daß sie in der Zeit, bevor The Clash und Stiff Little Fingers kamen, jede Menge Radio gehört haben (damals konnte man das noch) und bedienen sich neben Kris Kristofferson auch bei den Gebrüdern Gibb, covern "Green fields of France" zum mitgröhlen, klingen hier mal nach Skrewdriver, dann mal wieder nach Ramones und Hudson Falcons und lassen einmal mehr durchblicken, daß man im Land der großartigsten Rock'n'Roller groß (und glücklich) geworden ist. Hervorragendes Album, läuft hier in der Endlosschleife. Leistungsverweigerer, Umverteiler, sozial engagierte Berufsjugendliche und ehemalige grüne Stadträte sollten lieber einen Bogen um diese Band machen, das hier ist Arbeitermusik ohne Klischees und zusammengereimten Pathos.
Coup de masse
Coup de Masse - Mourir pur vivre CD
Tolle Band aus Kanada, im Gegensatz zu den meisten anderen Bands aus dieser Region bedient man sich hier ausschließlich der fanzösischen Sprache (die ja nicht überall gut verstanden wird). Die Herren bekommen die volle Punktzahl, sie hören sich an, wie es die guten alten West Side Boys in den frühen 90ern taten. Kauftip!
Balefire
Balefire - On the Road to Redemtion CD
Mitglieder dieser Band haben früher bei Infa Riot und Retaliator gespielt und haben deshalb auch das richtige Alter, um sämtliche Niederungen und Höhen der britischen Punkmusik am eigenen Leib gespürt zu haben. Einige Titel klingen schwer nach den Bands, die in den ausklingenden 70ern angefangen haben, ihr Instrument zu beherrschen, ohne langweilig zu werden. Der Gesang ist leider etwas gewöhnungsbedürftig, tut dem positiven Gesamtbild aber keinen Abbruch. Ansonsten wäre es ein Hit geworden, so "nur" eine sehr gute Scheibe. Bitte mehr davon.

www.myspace.com/balefireredemption
BodyShot
Body Shot - Ruins CD
Oi!/Streetpunk/Punkrock/Streetcore....die volle Palette aus Holland. Mitglieder dieser Band haben vorher bei Badlands, Banner of Thugs, Soultamer und einigen anderen kompetenten Truppen gespielt, die können es nicht nur, sie tun's auch. Tolles Album ohne jeden Ausfall, Hörproben sind auf unserer Seite, die CD wurde von der Band selbst produziert
Bulldozer
BULLDOZER – OUT OF CONTROL EP
Nach der Debüt 7" und dem "On the blacklist" Album die dritte Veröffentlichung der Spanier. Wieder positiv weiterentwickelt! Der ursprünglich sehr traditionelle Skinhead Rock'n Roll der "Against the plague" Phase wurde mit einem satten Schuß Social Distortion eingängiger und perfekter gemacht. Das hat man zwar schon auf dem Longplayer ganz passabel versucht, aber auf "Out of control" ist es perfekt geworden! Astrein produzierter Straßensound zwischen Bruisers, Anti Heroes, Social Distortion, Reno Divorce und eben Bulldozer. Limitiert auf 500 Exemplare! www.myspace.com/bulldozerbcn


BOOTPRINT-Notre Force MLP

Kurz nach ihrem Debütalbum melden sich die Kanadier schon wieder zu Wort und hauen hier bei Dim Records gleich noch mal 6 neue Titel (2 Cover) raus! Wie von der erwähnten Scheibe her bekannt, spielen sie weiter Midtempo Oi, wobei mir diese Titel zeitweise etwas zackiger vorkommen - gefällt mir noch besser. Sehr geil auch ihre Cover von Skrewdriver "On the streets" und "The Ejected (hier "Montreal Skins"). Die Jungs sind 100% Skins, drücken dies durch ihre Musik und ihre Texte aus und treffen damit wohl viele Geschmäcker!
Good job Uhl!

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Ian Stuart Buch
Ian Stuart Donaldson - Rock'n'Roll Patriot Buch
Darf man im Zeitalter des auf hart gestylten Informatik-Studenten-Skinheadtums noch Bücher über Ian verkaufen? Wir dürfen und wir tun es. Dieser zweite Band über sein Leben und Wirken bringt wieder haufenweise lesenswerte Anektoden ans Tageslicht, Kommentare von anderen Bands über Skrewdriver ziehen sich wie ein roten Faden durch dieses Buch und werden euch je nach Sichtweise ein genehmes Grinsen ins Gesicht zaubern oder empört die Backen aufblasen lassen.
Raish Carter, Antiseen, Slap Shot, Ian Mc Kaye, The Templars, Deadline, Scumfuck Tradition, Mudhoney, Motörhead, Cockney Rejects, Mudhoney, Daily Terror, Spiller, Dirlewanger. MDC....sie alle haben irgendwann mal das eine oder andere über Skrewdriver kommentiert und dürften mehr oder weniger erfreut darüber sein, in diesem Buch erwähnt zu werden. Da gibt es an der einen oder anderen Stelle noch einiges zu diskutieren.
Maddog Surrender - Bethlehem Steel (Neck Records) ++ BEZIRK 7 TIPP ++
Wenn mich die Erinnerung nicht hängen lässt, hatte diese Band vor nicht all zu langer Zeit noch eine Debüt EP auf Street Anthem Records veröffentlicht. Die war gut. Nicht anders ist auf diesem Vollzeitalbum, dass sich- ohne Rücksicht auf Verluste- vom ersten bis zum letzten Song insgesamt 14 mal wie ein Dampfhammer durchs Programm boxt. Das Schlagzeug drischt wie Sau, und wem die Füllung noch zementsicher in der Schnauze sitzt, bekommt diese spätestens beim Brett an Gitarren amtlich in Stellung gezimmert. Streetpunk ohne Blick zurück und ohne angezogene Handbremse, irgendwo zwischen Templars, Wretched Ones, Bonecrusher und einer Stimme, der man jedes besungene Bier ohne weiteres abkauft. Die Textzeile "We believe in heavy drinking" unterstreicht man dabei noch zum Ende mit einem Wretched Ones- Cover ("Going Down the Bar") und lässt einen, mit der beruhigenden Sicherheit hier ein hammerhartes Streetpunk Album der oberen Spitzenklasse komplett OHNE Ausfälle gehört zu haben, gerne noch einmal die Play Taste drücken, damit das Ding noch mal `ne Runde laufen kann. Hier ist wirklich kein schlechter Song vertreten und wer mit weiter oben genannten Bands was anfangen kann, der weiß, wo hier die Marschroute liegt! Ein echter Geheimtipp!!
Markus / Bezirk 7


CRUCIAL CHANGE “33” CD

Ohne in Superlativen zu verfallen, aber nach dem taffen “American Made”-Album (siehe Review weiter unten), haben die coolen US-Boys von CRUCIAL CHANGE noch einen kräftigen Zahn zugelegt, und mit “33” ein Album präsentiert, dessen Skinhead-Sound alle Voraussetzungen eines Kult-Albums erfüllt. Das sagt mir schon ein Song wie “Pride in yourself”! Oder das schweinegeil gecoverte “Stolz” der ONKELZ. Bei Texten wie “Patriotic Price” mögen sich zwar hierzulande die Öhrchen politisch korrekter Korintenkacker rot färben, aber, Leute, so ist Amerika, pride and free! Besonders hervorzuheben, das geile Artwork dieser Veröffentlichung. Angefangen beim opulenten Booklet (16 Seiten) bis hin zur Gestaltung des CD-Design. Und nicht zu vergessen, als Bonus gibt es das komplette “American Made”-Album. Alles in allem, ein optischer und musikalischer Genuss, wenn ich das mal so frei sagen darf.
Force of Hate

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NO ALLIANCE “Just getting started” CD
Die fünf Kanadier aus Montreal knallen uns mit ihrem zweiten Album “Just getting started” eine knallharte Breitseite rabiaten OI!-Punk um die Ohren. Klar, dass da der Sound manchmal ziemlich hardcoremässig daherkommen, wie z. B. bei dem Song (und Anspieltipp) “We don’t follow”. Absolut geil! Sound und Gesang wecken Erinnerungen an den taffen New Yorker CBGB-Stil zu Beginn der Achtziger Jahre. Back to the roots! Da liegst’e nie falsch! Hier passt das eine zum anderen! (Force of Hate)


Die Platte ist gut. Musikalisch gibt es hier jeden Falls eine knallharte CD voll schepperndem Hochgeschwindigkeits-Skinhead Sound.
Markus / Bezirk 7

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BOOTPRINT “A part of us...” CD/LP

Der Refrain des Intro zeigt ohne Umschweife, wo es auf dem Album von BOOTPRINT lang geht: “Bootprint...Skin...head!” Also, Leute, wer auf den geilen und kompromisslosen Sound von COMBAT 84 oder CONDEMNED 84 abfährt, der kommt garantiert auch bei diesem Album auf seine Kosten. Sagen wir es mal so, die vier kurzhaarigen Kanadier sehen ihre musikalischen roots wohl im klassischen Skinhead-Sound alter europäischer Prägung! Der war weniger verspielt als heute, sondern gradlinig und rau. So wie die vierzehn Songs auf diesem Album. Drei Songs werden erstaunlichweise auf französisch gesungen. Ist das eine Referenz an die Skinheads im französischsprachigen Teil Kanadas? Ich dachte immer, die englischsprachigen Montreal- und französischsprachigen Quebec-Skins seien sich nur in ihrem gegenseitigem Hass verbunden?! Jedenfalls liefern BOOTPRINT mit “A part of us...” ein starkes Street-OI!-Album, das man nur weiterempfehlen kann! (Force of hate)


Die Franzosen im allgemeinen sind stolz auf Ihr Land- das sind die Herren Bootprint genau so.
Musikalisch ist das alles ohne wenn und aber gut und hätte genau so auf Bords de Seine oder Un vie pur Rien erscheinen können. Textlich ist bei den englischen Liedern nichts zu finden, bei dem man sagen würde dass diese Band das ThemaPatriotismus als Deckmantel für irgendwelche anderen Ideologien benutzen würde.

Markus 7 Bezirk 7

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THE BRIDGEBURNERS “War, conquest, pestilence, death” CD

Ein feines Album! Trotz des martialischen und düsteren Plattentitels! Die vier Ami-Boys von BRIDGEBURNERS aus St. Louis (Missouri) machen unaufgeregten aber mitreissenden Rock’n’Roll, der sich wohl am klassischen 80iger Ami-Hardcore und europäischem Streetrock orientiert hat. Dreizehn melodische Songs, in denen manchmal sogar die guten alten ONKELZ, AC/DC oder SLAPSHOT um die Ecke rocken! (Force of Hate)

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GLORY BOYS “Glory Nights E.P.”
Wenn ich mich nicht irre, dann handelt es sich bei dieser EP um das “Erstlingswerk” der GLORY BOYS. Und das ist dem kurzhaarigen Trio aus Spanien auch hervorragend gelungen! Herausgekommen ist eine musikalische Symbiose aus englischen und französischen Oi! aus den golden Eighties. Vier chorusbetonte englischsprachige Songs, die voll ins Ohr und in die Beine gehen, darunter “Memories”, eine musikalische Referenz an die Roots und den Spirit der Skinhead-Bewegung. Fazit: Eine EP, die mehr als nur gefällt! (Force of Hate)

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OI! TONICS “Niemals wie sie!” CD/LP

Hey Leute, schnürt die Stiefel, und poliert die Glatzen! Auf dieser starken CD erwartet euch nämlich flotter Oi! made in good old Germany. Genauer gesagt, aus Frankfurt am Main. Auch wenn einige Texte der OI! TONICS auf Englisch daherkommen. Na ja, besser als auf Hessisch! Daher gibt es zu dieser CD auch keinen “Bembel mit Äbbelwoi” (wenn man sich jedoch den Song “Thüringen” anhört, scheinen die vier Jungs von OI! TONICS diesem dünnschissfördernden Gesöff nicht abgeneigt zu sein), sondern so geile Songs wie “Bleiben wie wir sind!” oder “Die Wahrheit für Dich!”. Ich steh’ auf doitsche Bands. Deshalb: Top! (Force of hate)

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EMPIRE FALLS “We live to be hated” LP

Yeepp! Ohne groß rumzueiern - dieses Album von EMPIRE FALLS ist einfach Spitze! Geboten wird derber, aber melodischer old-school Skinheadhardcore aus dem Amiland, der vom ersten bis zum letzten Track voll abgeht. Vierzehn wütende und rotzige Songs, die von einem gewissen Mitgröhlfaktor geprägt werden. Was nicht zuletzt an den fantastischen Refrains und dem aggressiven Gesang der Band liegt. Rau - aber herzlich! Meine Favoriten auf diesem Album: “On the Attack”, “Dregs of Society”, “Hate yer Face”! Fazit: We want more! (Force of Hate)

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CRUCIAL CHANCE “American Made” LP

Keine Ahnung, in welchem Teil der USA das straighte Trio von CRUCIAL CHANCE heimisch ist, aber dass sie mit diesem bemerkenswerten Album von 2007 so manch einem in die politisch korrekten Eier treten, steht für mich ausserhalb jeder Diskussion. Und so kommt man auch ohne Umschweife zur Sache. Musikalisch und in den Texten! Schnörkelloser und oi!-betonter Punkrock a’la 80er, wie man ihn heutzutage nur noch selten zu hören bekommt. Pride und free knallen uns die drei Jungs von CRUCIAL CHANCE ihre Wut, ihren Hass und ihren Patriotismus um die Ohren. Starke Scheibe! Thumbs up, boys! (Force of Hate)

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BARONS “A Party on ‘45” Mini-LP

Also die fünf wackeren Recken aus New Jersey (USA) wissen in ihrem schon etwas fortgeschrittenen Alter ganz genau, worauf es im wahren Leben wirklich ankommt. Auf geilen Oi!-Punk und auf Partys! Beides bietet dieses Mini-LP in Form von sex rasanten Streetcore-Tracks, die sich durch dreckige ultrascharfe Vocals, mitreissende Gitarren- und Bass-Drives und einen exellenten Drummer auszeichnen. Herrlich! Besonders die beiden neuen Songs auf der A-Seite dieser Scheibe: “Booze, Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll” und “Party on”. Dagegen fallen die vier Tracks auf der B-Seite (Aufnahmen einer früheren Demo-CD) qualitativ ein klein wenig runter. Machen aber trotzdem Laune! Fazit: “Let’s get this fucking Party on!”. (Force of Hate)

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THE BROADSIDERS “Take back the streets” MLP

Hui, dieses 7 Track-Album aus dem Amiland haut voll in die Tasten! Als ich die Scheibe der BROADSIDERS vom Plattenteller nahm, war ich überrascht. So eine geile musikalische Breitseite hatte ich wirklich nicht erwartet! “Take back the streets” ist schnörkelloser Skinhead-Sound aus Dallas in Texas, der sich musikalisch stark am Streetsound früherer amerikanischer Oi!-Bands orientiert. Kurz und schmerzlos: Melodischer Street-Oi! made in USA, der durch seine unaufdringlichen Gitarrensolis, einen fantastischen Leadsänger und geile Refrains zu beeindrucken weiß. (Force of Hate)

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THE INCITED “A Call to Arms” LP

Die vier kurzhaarigen Streetboys aus Delaware (USA) präsentieren mit “A Call to Arms” ein Album, das wohl alle Freunde des amerikanischen Skinhead-Sound in Begeisterung versetzen wird. Die neun Songs des Albums bieten eine geniale Mischung aus taffen Streetcore und melodischen Skinhead-Hymnen, die sogar mir noch unter die (eigendlich abgebrühte) Haut gehen. “Hard Life” ist so ein Song. Da hebst du nur noch ab! Der Refrain ist Emotion pur! Oder ein Song wie “Johnny Robinson”. Fazit: Diese Scheibe sollte man auf seiner “Kaufliste” ganz nach oben setzen. Es lohnt sich! (Force of hate)

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KAMPFZONE “Kriegsgebiet” MCD /DoEP

Keine Frage, KAMPFZONE polarisiert die Szene. Entweder man „liebt“ diese ostdeutsche Band, oder man „hasst“ sie. Wobei letzteres oftmals den Verstand vernebelt! Mit ihrem neuen (Mini-)Album „Kriegsgebiet“ präsentiert die Band sieben kompromisslose Tracks, die es wieder in sich haben. Hart und aggressiv der geile Sound, und brutal ehrlich die Texte (z. B. “Parasiten”). Nach meinem Geschmack ist “Kriegsgebiet” eines der besten Alben, das die Jungs von KAMPFZONE je rausgebracht haben. Schade, dass es auch das letzte sein soll. Ich hoffe, dass dies nur ein Gerücht ist. (Force of Hate)

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